Montag, 23.11.09 14h16 | eob
Monitoring Social Media 09
Die erste Konferenz, die sich allein dem Social Media Monitoring widmete, fand am 17. November in London statt. Netural war vor Ort, um mehr über die neuesten Tools zu erfahren.
Monitoring Social Media zeigte auf, wie wichtig es für große Marken ist, zu wissen was die Kunden über sie reden. Und das tun sie heutzutage stark in Social Networks - also Blogs, Facebook und YouTube. Die Reputation wird deshalb stark beeinflusst und ist schwerer zu steuern.
Social Media-Experte
Neville Hobson rät Unternehmen, offen zu kommunizieren und mit den Menschen im Web in Kontakt zu treten.
Monitoring-Tools sind notwendig, um jede Erwähnung einer Marke oder eines Unternehmens zu finden. Dazu gibt es kostenlose und kostenpflichtige Tools. Brian Little von BuzzMetrics empfiehlt, erst eine Strategie zu definieren, dann verschiedene Tools testen und sich dann für eines zu entscheiden.
Für die Analyse braucht es jedoch nicht nur Maschinen, sondern auch Menschen, die die Ergebnisse qualitativ auswerten, waren sich die Experten einig. Ein Tipp eines Referenten: "Einen Job in Social Media Monitoring suchen, denn die Branche wird boomen."
Alle Präsentationen und weitere Infos sind auf der
Website des Veranstalters Our Social Times zu finden.
Mittwoch, 14.10.09 11h29 | eob
Online Day Austria
Online-Werbung als Gewinner der Krise, das war nicht nur der Titel des ersten Vortrags am
Online Day Austria im Rahmen der Medienmesse am 8. Oktober in Wien. Referenten und Besucher waren sich einig: Online-Werbung ist ein an Bedeutung gewinnender, boomender Sektor des österreichischen Werbemarktes und sollte ein fester Bestandteil jedes Mediaplans werden.
Allerdings ist das in den Köpfen der Werbetreibenden noch nicht fest genug verankert. Tanja Sourek, Marketing-Leiterin der
Telekom Austria, bestätigte, dass Unternehmen beim Thema Online-Werbung noch Nachholbedarf haben.
Eine Premiere am Online Day war die Präsentation der
ORF TVThek. Die On-Demand-Plattform soll im November oder Dezember offiziell starten. ORF-Produktionen können dann sieben Tage lang nach der Ausstrahlung online abgerufen werden.
Ob nun
Display Marketing oder
Performance Marketing die wirksamere Methode ist, darauf wollten sich die Referenten nicht festlegen. Das soll dem werbenden Kunden überlassen sein, meinte Matthias Stöcher, Leiter der Vermarktung von
derStandard.at. Google ist weder Freund noch Feind, aber ein mächtiger Player am Online-Markt, betonte nicht nur Stöcher, sondern auch Michael Straberger, Geschäftsführer der Agentur
Wirz und Michael Weberberger, Vorstandsmitglied der
Twyn Group.
Brauchen Social Networks Geschäftsmodelle? Nein, meinte Konstantin Urban von
Holtzbrinck Ventures. Wenn eine Idee gut ist, braucht sie keinen Business Plan, ein Investor werde sich dann schon finden. Clemens Riedl, Gründer von
StudiVZ gestand, dass auch er beim Start des Portals nicht an die Refinanzierung dachte. Im Sommer hat das VZ-Netzwerk den Break-Even erreicht, früher als erwartet. "Wir denken in Geschichten, nicht in Kampagnen?, sagt er über die Vermarktungsstrategie. In den Branded Communities sollen die User eine Beziehung zur Marke aufbauen.
Markus Wagner vom Start-Up-Inkubator
i5Invest gab zu bedenken, dass sich der Social Networks-Markt konsolidieren wird. Karl Pall, Geschäftsführer von
Google Österreich, rechnet damit, dass nur wenige Social Networks von heute noch in drei Jahren existieren werden. Welche das sein werden, könne man jedoch noch nicht sagen.
Internetsummit - Das Recht im Netz
Beim
Internetsummit des Verbands der österreichischen Internet-Anbieter (ISPA) diskutierten Kreative, Diensteanbieter und Wissenschaftler Möglichkeiten der Erneuerung des Urheberrechts im digitalen Zeitalter. Netural war dabei.
Rechtsbrecher
Da sich das Internet in den letzten Jahren immer mehr zu dem viel zitierten Mitmach-Web entwickelt hat, tun sich neue rechtliche Grauzonen auf, über die sich viele User gar nicht bewusst sind. Man findet genügend private Urlaubsvideos auf Youtube, die mit einem bekannten Hit unterlegt sind, Bilder, die auf Blogs gepostet werden ohne Quellenangaben und ähnliches. User generated content lädt geradezu ein, das Urheberrecht zu brechen, da alles leicht auffindbar ist und leicht verbreitbar.
Das hier eine Diskussion geführt werden muss scheint auch beim Internetsummit außer Frage zu stehen. Lösungsvorschläge gibt es einige. Dass manche davon sehr umstritten sind, hat man nicht zuletzt an der
Zensursula Debatte in Deutschland gesehen. Die Familienministerin Ursula von der Leyen sprach sich für Netzsperren für gewisse gefährliche Inhalte aus im Web aus, um vor allem gegen Kinderpornografie vorzugehen, was einer Zensur gleichkommt, aber wenig effektiv gegen Kinderpornografie vorgeht, da die Sperren leicht zu umgehen sind. Vor allem da es das Problem nicht an der Quelle angeht. Ob diese Diskussion auch Frau Ministerin Bandion-Ortner mitverfolgt hat, ist unklar, sie hält nämlich am Internetsummit Netzsperren auch in Österreich für möglich. Das hat gesessen im Publikum. In der Twitteria und Blogosphäre ist man empört und denkt sich schon brav
ähnliche Namen für die Ministerin in Anlehnung an Ursula von der Leyen aus. Die Bezeichnungen Zensurdia, Zensurandion oder Zensaudia kursieren bereits im Web.
Recht für alle
Dass es Alternativen zum Umgang mit Urheberrechten im Netz gibt, zeigte der Berliner Medienwissenschaftler Volker Grassmuck in seiner Keynote und legte das Prinzip der "Kultur-Flatrate" dar.
Eine Pauschalvergütung für Inhalte aus dem Netz soll es Privatpersonen erlauben, gegen Bezahlung einer monatlichen Gebühr urheberrechtlich geschützte Werke für nichtkommerzielle Zwecke im Netz zu tauschen und zu verwenden.
Die Einnahmen werden kollektiv verwaltet und entsprechend der Popularität der Werke an die Urheber ausgezahlt. Damit sei eine faire Vergütung für Urheber möglich, meint Grassmuck. Der machte sich beim Internet Summit auch für ein freies und offenes Internet stark.
Aus meiner Sicht die spannendste Aussage von Grassmuck zu den verschärften Urheberrechtsgesetzen und Netzsperren nach wiederholten Urheberrechtsverstößen, wie sie vor kurzem in Frankreich beschlossen wurden: Wenn viele Nutzer für Inhalte im Netz nicht bezahlen wollen, bedeute das auch, dass die Geschäftsmodelle falsch gewählt seien.
Social Networks sind für Abnormale
Das Thema der sozialen Medien konnte auch am Internetsummit nicht ignoriert werden. Leider gab es dabei gerade bei den Vertretern der Old Media recht bedenkliche Aussagen am Podium. So meinte Armin Thurnher vom Falter Verlag, dass er bei der Nutzung von Sozialen Netzwerken fehlenden Dialog sehe, sowie das Fehlen einer direkten Kommunikation und eine Steigerung des Narzissmus.
Herr Thurnher ist für seine kritische Haltung gegenüber dem Internet bekannt, schrieb er doch einen Artikel "Warum ich mich weigere, das Internet ernst zu nehmen?". Er ist wahrscheinlich auch mit seiner Meinung festgefahren und das ist schade. Entgegen halten kann man ihm viel, ob es der Mühe wert ist, bezweifle ich. Alle die sich seiner Meinung anschließen werden jedoch über kurz oder lang ohnehin eines besseren belehrt, denn nicht umsonst erfreuen sich soziale Medien äußerster Beliebtheit, wodurch auch immer weniger Unternehmen sich diesen Kanälen entziehen können.
Fazit
Insgesamt war es ein sehr spannender Tag mit guten Networking Gelegenheiten. Die Diskussion zu den Urheberrechten wird in naher Zukunft immer bedeutender werden. Wir sind gespannt in welche Richtung es gehen wird. Ich persönlich finde
"Kultur-Flatrate" oder
"Creative Common" Lizenzen spannende Ansätze mit einer größeren Zukunft als Netzsperren.
Freitag, 25.09.09 15h57 | ernst
dmexco 2009: Video, Mobile, Social & Co ...
Lange Jahre war die OMD, die "Online Marketing Düsseldorf", das jährliche Klassentreffen der Online-Marketer. Heuer folgte ihr die dmexco - die "Digital Media Exposition & Conference" - in Köln. Am 23. und 24. September 2009. Und: klar, Netural war dort.
Während im Vorjahr noch etliche Kommentatoren ihr Unbehagen über die Ablöse der OMD durch die dmexco ausdrückten (und einige Zeit gar nicht klar war, ob nicht beide Events stattfinden), war nun nichts mehr davon zu spüren. Friede - Freude - und auch kaum je das Wort "Krise". Kein Wunder, startete die dmexco doch ganz phänomenal. Über 14.000 (!) BesucherInnen kamen an beiden Tagen auf das Gelände der Kölner Messe, um 290 Aussteller und mehr als 100 Stunden Programm zu sehen. Und auch der Branche als solche geht's nicht schlecht, immer mehr klassische Werbebudgets finden ihre Bestimmung in digitalen Ideen (+ 10% für 2009 prognostiziert).
Gut, nicht alles war Gold, was da glänzte. Manches war bekannt, weniges auch - aus unserer Sicht - überholt. Dennoch gab die dmexco ein sehr gut gefächertes Bild auf aktuelle Trends.
Was wir mitnehmen:
(1) Content ist King. - Und bewegt sich! Kaum eine Internetanwendung, die auf Videosequenzen verzichtet oder verzichten kann. Ob Corporate Sites, eLearning oder eCommerce: dank der immer höheren Bandbreiten und veränderter Usergewohnheiten steigt die Nutzung (und der Nutzen) von Bewegtbildern. Wird das Internet generell ein hochfragmentierter, interaktiver TV-on-demand-Dienst? Youtube ist jedenfalls in punkto Reichweite schon jetzt der sechstgrößte "Fernsehkanal" Deutschlands.
(2) "Mobile" ist die Zukunft. - Und das schon heute! Das iPhone hat den Damm gebrochen. Und User gewöhnen sich rasend schnell daran, alles, was sie wollen, wann sie wollen UND wo sie wollen zu bekommen. Heute sind rund 14 % aller Mobiltelefone (in Deutschland) Smartphones. Das ist nicht viel. Doch auch nur eine Frage der Zeit, so die Experten. In zwei Jahren soll so gut wie jedes Handy Smartphone-Funtionalitäten haben. Bis dahin sind "nur" die interessantesten Zielgruppen - Early Adopter, Premium Consumer, Business People, Youngsters - "unterwegs" zu erreichen.
(3) "Social" ist überall. - Und bleibt ganz selbstverständlich! Die Frage nach der Dimension von Facebook & Co lässt sich 2009 leicht beantworten: umfassend. Tatsächlich sind mit den Sozialen Medien neue "Schichten" gewachsen, die gerade für "Digital Natives" eine neues Betriebssystem, also die Basis dessen, was sie im Internet tun und teilen, darstellen. Über den Nutzen einzelner Dienste kann man diskutieren, in Summe wird das "Soziale" bald alle Anwendungen durchdringen. Bedeutet mancherorts nun endgültig einen Umdenkprozess - vom Senden zum Empfangen.
(4) Performance ist basic. - Und tückisch! Kaum eine Online-Werbkampagne, die sich nicht "harten" quantitativen Zielen stellen muss. Was vorderhand gut ist, weil effizienzfördernd, schwächelt auf den zweiten Blick. Nachhaltig businessrelevante Faktoren sind schwer zu messen und Klicks & Co wenig aussagekräftig. CPC-Kampagnen werden auch teuer, weil der generierte Traffic irrelevant ist. Demnach boomen Systeme, die bei der Evaluierung und Bewertung helfen sollen.
Die nächste dmexco findet am 15. und 16. September 2010 statt.
Dienstag, 11.08.09 00h20 | ajo
Office online - schon Realität?
Noch vor einem Jahr erntete die Aussage, alles wird online - natürlich auch Office, nur ein müdes lächeln. Was hat sich getan im letzten Jahr und vor allem, wo entwickelt sich der Markt derzeit hin?
Zugegeben, auch Netural hat noch vor zwei Jahren Exchange versus diverser anderer Inhouse-Mail und Kalenderlösungen evaluiert. MS-Office wurde durch Openoffice ersetzt und es wurde zunehmend ausschließlich in Multiplattformlösungen investiert.
Seit gestern ist alles anders. Wir verwenden seit einigen Jahren eine vollständig webbasierte Warenwirtschaft für Agenturen, Office und Mail waren aber davon bis dato ausgeschlossen. Die Gründe hierfür lagen auf der Hand: Was wenn man unterwegs und somit offline ist, wie geht man mit mangelhaften Interfaces im Browser um (Stichwort Shortcuts, Drag and Drop usw.), wie geht man mit den Daten "ausser Haus" um und vieles mehr.
Betrachtet man die Entwicklung von SAAS-Lösungen (Software As A Service) und hier insbesondere businesskritische Anwendungen wie CRM-Systeme, dann lösen sich diese Befürchtungen sukzessive auf. Salesforce erzielte 2008 erstmals über eine Milliarde Euro Umsatz.
Microsoft launcht eine webbasierte Office-Lösung und das Thema Email gibt es insbesondere im privaten Bereich eigentlich nur mehr via Webmailer-Anbieter.
Warum diese sehr rasante Entwicklung? Die Webbrowser sind in letzer Zeit deutlich performanter geworden, insbesondere die Frontend-Funktionaliäten profitieren von den neuen Browsergenerationen. Darüber hinaus ist Cloud-Computing in aller Munde. Hochausfallsichere redundante und performante Systeme verteilt auf unzählige Server weltweit haben ihren Reiz, gleichzeitig auch ihre Schattenseiten. Die Verführung ist aber hoch in Anbetracht der vielen Themen, welche sich die IT-Administration sukzessive machen muss. Wie schützt man sich gegen Viren, wie gegen Spams, was wenn der Server ausfällt und vor allem, wie entwickeln sich unsere Services weiter. Welche Lizenzen benötigt man z.B. um eine Mailbox über Exchange zu betreiben (Exchange-User, MS-Server-User, Outlook-User, und wahrscheinlich hab ich noch einige vergessen ;-)
Seit gestern also ist das anders. Wir haben innerhalb von einer Stunde eine vollständige Officelösung für 35 Mitarbeiter vorbereitet, der Rollout wird noch einen weiteren Tag dauern (primär organisatorisch). Mit einem sehr überschaubaren Kostenaufwand pro Jahr bekommen wir eine Menge Speicher und alles was man für den täglichen Gebrauch on- und offline benötigt - und natuerlich die Cloud. Das heisst Mail, Gruppenkalender, Word, eine Tabellenkalkulation und eine Präsentationssoftware mit Spamfilter, Antivirus-Software Google-Suche, Corporate Video, Corporate Chat und Documentsharing. Ach ja - wir sprechen hier von Google Apps, welche zunehmend eine massive Konkurrenz für die klassischen Office-Anbieter darstellen, und das zurecht.
Warum dieser Schritt jetzt? Es ist soweit, wir haben keinen Grund mehr zu warten und aus derzeitiger Sicht ausschließlich Vorteile. Always on, mit allen Betriebssysteme und Mobile-Plattformen kompatibel, sehr schnell und optimal in der Usability. Sofern jemand seinen Mailclient benutzen will, geht das weiterhin - und die Collaborative-Services rund um Dokumente, Kalender und Mail sowie das enorme Marktpotenzial von Onlinelösungen zaubern uns ein Lächeln auf die Lippen.
Donnerstag, 21.05.09 13h55 | ajo
Videodrehs in Mailand und Tunis
Die Neturals waren in den letzten 3 Wochen gleich auf 2 internationalen Schauplätzen für unsere Kunden unterwegs. In Mailand wurden auf der Euroluce die Swarovski Architecture Neuigkeiten gefilmt und als Messe-Review realisiert! (
architecture.swarovski.com)
In Afrika/Tunis wurden Videoaufnahmen für ein Making-of einer Webkampagne gedreht. Details dazu wenn das Projekt online ist :-)
Sonntag, 26.04.09 23h01 | ajo
Netural stellt auf Internetworld London aus
Dream it, plan it, live it! Roomle.com
Netural präsentiert auf der Internet World London (28. bis 30. April) erstmals
"Roomle" - das im Rahmen eines Netural-Forschungsprojektes entwickelte Online-Raumplanungs-Tool zum super simplen Planen von Räumen und Einrichtungen in 3D. Neben dem prototypischen Räume-Planen in 3D werden die Messebesucher auch bereits die brandneu integrierte Komponente Home Automation zum Steuern des digitalen Zuhauses testen können. Im Zuge dessen kommen bei uns fast nostalgische Gefühle auf: Mit Beginn von Netural sind wir jährlich auf die damals noch stattfindende Internet World in New York gejettet, um für unsere Kunden neue revolutionäre Technologien, wie beispielsweise damals die Visualisierung von Produkten in 3D, zu scouten und am österreichischen Market - oftmals als erster - einzuführen. Dass wir jetzt selbst als Aussteller vor Ort sind, bestärkt uns in unserem Forschungsdrang und in dem Bewahren des netten "Luxus", neue Ideen zu verfolgen und zum Produkt auszureifen, und spricht letztlich auch für das Können unserer Multimedianer und Systems-Entwickler. Mehr Informationen zur Internet World London - Europas führender Messe für digitales Marketing und Online-Business - gibt es unter
www.internetworld.co.uk
