Dienstag, 11.08.09 00h20 | ajo
Office online - schon Realität?
Noch vor einem Jahr erntete die Aussage, alles wird online - natürlich auch Office, nur ein müdes lächeln. Was hat sich getan im letzten Jahr und vor allem, wo entwickelt sich der Markt derzeit hin?Zugegeben, auch Netural hat noch vor zwei Jahren Exchange versus diverser anderer Inhouse-Mail und Kalenderlösungen evaluiert. MS-Office wurde durch Openoffice ersetzt und es wurde zunehmend ausschließlich in Multiplattformlösungen investiert.
Seit gestern ist alles anders. Wir verwenden seit einigen Jahren eine vollständig webbasierte Warenwirtschaft für Agenturen, Office und Mail waren aber davon bis dato ausgeschlossen. Die Gründe hierfür lagen auf der Hand: Was wenn man unterwegs und somit offline ist, wie geht man mit mangelhaften Interfaces im Browser um (Stichwort Shortcuts, Drag and Drop usw.), wie geht man mit den Daten "ausser Haus" um und vieles mehr.
Betrachtet man die Entwicklung von SAAS-Lösungen (Software As A Service) und hier insbesondere businesskritische Anwendungen wie CRM-Systeme, dann lösen sich diese Befürchtungen sukzessive auf. Salesforce erzielte 2008 erstmals über eine Milliarde Euro Umsatz.
Microsoft launcht eine webbasierte Office-Lösung und das Thema Email gibt es insbesondere im privaten Bereich eigentlich nur mehr via Webmailer-Anbieter.
Warum diese sehr rasante Entwicklung? Die Webbrowser sind in letzer Zeit deutlich performanter geworden, insbesondere die Frontend-Funktionaliäten profitieren von den neuen Browsergenerationen. Darüber hinaus ist Cloud-Computing in aller Munde. Hochausfallsichere redundante und performante Systeme verteilt auf unzählige Server weltweit haben ihren Reiz, gleichzeitig auch ihre Schattenseiten. Die Verführung ist aber hoch in Anbetracht der vielen Themen, welche sich die IT-Administration sukzessive machen muss. Wie schützt man sich gegen Viren, wie gegen Spams, was wenn der Server ausfällt und vor allem, wie entwickeln sich unsere Services weiter. Welche Lizenzen benötigt man z.B. um eine Mailbox über Exchange zu betreiben (Exchange-User, MS-Server-User, Outlook-User, und wahrscheinlich hab ich noch einige vergessen ;-)
Seit gestern also ist das anders. Wir haben innerhalb von einer Stunde eine vollständige Officelösung für 35 Mitarbeiter vorbereitet, der Rollout wird noch einen weiteren Tag dauern (primär organisatorisch). Mit einem sehr überschaubaren Kostenaufwand pro Jahr bekommen wir eine Menge Speicher und alles was man für den täglichen Gebrauch on- und offline benötigt - und natuerlich die Cloud. Das heisst Mail, Gruppenkalender, Word, eine Tabellenkalkulation und eine Präsentationssoftware mit Spamfilter, Antivirus-Software Google-Suche, Corporate Video, Corporate Chat und Documentsharing. Ach ja - wir sprechen hier von Google Apps, welche zunehmend eine massive Konkurrenz für die klassischen Office-Anbieter darstellen, und das zurecht.
Warum dieser Schritt jetzt? Es ist soweit, wir haben keinen Grund mehr zu warten und aus derzeitiger Sicht ausschließlich Vorteile. Always on, mit allen Betriebssysteme und Mobile-Plattformen kompatibel, sehr schnell und optimal in der Usability. Sofern jemand seinen Mailclient benutzen will, geht das weiterhin - und die Collaborative-Services rund um Dokumente, Kalender und Mail sowie das enorme Marktpotenzial von Onlinelösungen zaubern uns ein Lächeln auf die Lippen.
Nem Cloud Service Anbieter ist wichtig dass der Service verfügbar ist... Ja, und der Rest bleibt solange im dunkeln bis halt mal was passiert.
Rechenzentrum in China, Indien oder sonstwo?
Viel Spaß mit der dortigen Gesetzeslage!
Leute, erweitert dahingehend bitte euren Horizont!
Hosted Service ja, aber nur wenn eine Abschätzung der Gefahren erfolgte.
Grüße
Pavel