Mittwoch, 14.10.09 11h29 | eob
Online Day Austria
Online-Werbung als Gewinner der Krise, das war nicht nur der Titel des ersten Vortrags am Online Day Austria im Rahmen der Medienmesse am 8. Oktober in Wien. Referenten und Besucher waren sich einig: Online-Werbung ist ein an Bedeutung gewinnender, boomender Sektor des österreichischen Werbemarktes und sollte ein fester Bestandteil jedes Mediaplans werden. Allerdings ist das in den Köpfen der Werbetreibenden noch nicht fest genug verankert. Tanja Sourek, Marketing-Leiterin der Telekom Austria, bestätigte, dass Unternehmen beim Thema Online-Werbung noch Nachholbedarf haben.
Eine Premiere am Online Day war die Präsentation der ORF TVThek. Die On-Demand-Plattform soll im November oder Dezember offiziell starten. ORF-Produktionen können dann sieben Tage lang nach der Ausstrahlung online abgerufen werden.
Ob nun Display Marketing oder Performance Marketing die wirksamere Methode ist, darauf wollten sich die Referenten nicht festlegen. Das soll dem werbenden Kunden überlassen sein, meinte Matthias Stöcher, Leiter der Vermarktung von derStandard.at. Google ist weder Freund noch Feind, aber ein mächtiger Player am Online-Markt, betonte nicht nur Stöcher, sondern auch Michael Straberger, Geschäftsführer der Agentur Wirz und Michael Weberberger, Vorstandsmitglied der Twyn Group.
Brauchen Social Networks Geschäftsmodelle? Nein, meinte Konstantin Urban von Holtzbrinck Ventures. Wenn eine Idee gut ist, braucht sie keinen Business Plan, ein Investor werde sich dann schon finden. Clemens Riedl, Gründer von StudiVZ gestand, dass auch er beim Start des Portals nicht an die Refinanzierung dachte. Im Sommer hat das VZ-Netzwerk den Break-Even erreicht, früher als erwartet. "Wir denken in Geschichten, nicht in Kampagnen?, sagt er über die Vermarktungsstrategie. In den Branded Communities sollen die User eine Beziehung zur Marke aufbauen.
Markus Wagner vom Start-Up-Inkubator i5Invest gab zu bedenken, dass sich der Social Networks-Markt konsolidieren wird. Karl Pall, Geschäftsführer von Google Österreich, rechnet damit, dass nur wenige Social Networks von heute noch in drei Jahren existieren werden. Welche das sein werden, könne man jedoch noch nicht sagen.
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