Freitag, 11.05.07 22h47 | martina
Usability Week London Tag 3
"Neuer Tag, neues Glück" habe ich mir gedacht und so habe ich der Intranet Usability eine zweite Chance gegeben. Und es hat sich gelohnt. Die Session heute war viel praktischer und ging mehr in's Detail als gestern. So wurde erläutert, wie man Navigationen, Logins, Suchen oder die häufigsten Intranet-Applikationen besonders userfreundlich gestalten kann und wo am häufigsten Fehler gemacht werden. Ganz besonders interessant fand ich das Kapitel "Writing for the Web", wo es ua darum gegangen ist, wie leicht man den User mit unbedachter Wortwahl demotivieren kann und wie man solche Stolpersteine verhindert. Die humorvolle Gestaltung der Vorträge durch Kara Coyne, der wissenschaftliche Leiterin der Nielsen Norman Group, machte die Session darüber hinaus zu einer sehr kurzweiligen Veranstaltung.
Eines ist mir die letzten drei Tage jedoch wieder stark aufgefallen: Amerikanische Designs (die meisten präsentierten Beispiele stammten aus der USA) sind irgendwie anders. Ich will nicht sagen lieblos oder kühl, aber irgendwie erinnern sie mich an die framebasierten Seiten in den 90ern und ich vermisse den kreativen Anspruch. Designer müssten eigentlich gefragte Menschen sein dort oder liegt Schönheit auch hier im Auge des Betrachters :o)?
Zusammenfassend kann ich sagen, dass die letzten Tage trotz einiger Kritikpunkte sehr informativ waren. Weniger wegen den usabilitybezogenen Hardfacts die ich mit nach Hause nehmen kann, viel mehr waren es die kleinen Denkanstöße, die ich bekommen habe und immer wieder der Satz im Hinterkopf "You are not the User!".
Und eines ist auch klar, den internationalen Vergleich brauchen wir hierzulande nicht scheuen, ganz im Gegenteil...
So long, heute ist KK in London angekommen und so steht morgen noch ein bisschen Sightseeing und Shopping auf dem Plan bevor es Sonntag Abend wieder zurück nach good old Austria geht und wir uns am Montag in alter Frische wieder im Büro sehen :o).
wird halt ca. so sein als ginge man als tourist auf den urfahraner markt und glaube dann, dass es in linz großteils lauter abgestürzte typen und wähler einer gewissen einschlägigen partei gäbe ...
Vielleicht ist mein Eindruck aber auch deswegen etwas verfälscht, weil die Beispiele teilweise aus einer Studie aus 2002 kamen und somit schon etwas veraltet waren, was ja für die Usability keinen Unterschied macht.