Monitoring Social Media 09
Die erste Konferenz, die sich allein dem Social Media Monitoring widmete, fand am 17. November in London statt. Netural war vor Ort, um mehr über die neuesten Tools zu erfahren.
Monitoring Social Media zeigte auf, wie wichtig es für große Marken ist, zu wissen was die Kunden über sie reden. Und das tun sie heutzutage stark in Social Networks - also Blogs, Facebook und YouTube. Die Reputation wird deshalb stark beeinflusst und ist schwerer zu steuern.
Social Media-Experte Neville Hobson rät Unternehmen, offen zu kommunizieren und mit den Menschen im Web in Kontakt zu treten.
Monitoring-Tools sind notwendig, um jede Erwähnung einer Marke oder eines Unternehmens zu finden. Dazu gibt es kostenlose und kostenpflichtige Tools. Brian Little von BuzzMetrics empfiehlt, erst eine Strategie zu definieren, dann verschiedene Tools testen und sich dann für eines zu entscheiden.
Für die Analyse braucht es jedoch nicht nur Maschinen, sondern auch Menschen, die die Ergebnisse qualitativ auswerten, waren sich die Experten einig. Ein Tipp eines Referenten: "Einen Job in Social Media Monitoring suchen, denn die Branche wird boomen."
Online Day Austria
Online-Werbung als Gewinner der Krise, das war nicht nur der Titel des ersten Vortrags am Online Day Austria im Rahmen der Medienmesse am 8. Oktober in Wien. Referenten und Besucher waren sich einig: Online-Werbung ist ein an Bedeutung gewinnender, boomender Sektor des österreichischen Werbemarktes und sollte ein fester Bestandteil jedes Mediaplans werden.
Allerdings ist das in den Köpfen der Werbetreibenden noch nicht fest genug verankert. Tanja Sourek, Marketing-Leiterin der Telekom Austria, bestätigte, dass Unternehmen beim Thema Online-Werbung noch Nachholbedarf haben.
Eine Premiere am Online Day war die Präsentation der ORF TVThek. Die On-Demand-Plattform soll im November oder Dezember offiziell starten. ORF-Produktionen können dann sieben Tage lang nach der Ausstrahlung online abgerufen werden.
Ob nun Display Marketing oder Performance Marketing die wirksamere Methode ist, darauf wollten sich die Referenten nicht festlegen. Das soll dem werbenden Kunden überlassen sein, meinte Matthias Stöcher, Leiter der Vermarktung von derStandard.at. Google ist weder Freund noch Feind, aber ein mächtiger Player am Online-Markt, betonte nicht nur Stöcher, sondern auch Michael Straberger, Geschäftsführer der Agentur Wirz und Michael Weberberger, Vorstandsmitglied der Twyn Group.
Brauchen Social Networks Geschäftsmodelle? Nein, meinte Konstantin Urban von Holtzbrinck Ventures. Wenn eine Idee gut ist, braucht sie keinen Business Plan, ein Investor werde sich dann schon finden. Clemens Riedl, Gründer von StudiVZ gestand, dass auch er beim Start des Portals nicht an die Refinanzierung dachte. Im Sommer hat das VZ-Netzwerk den Break-Even erreicht, früher als erwartet. "Wir denken in Geschichten, nicht in Kampagnen?, sagt er über die Vermarktungsstrategie. In den Branded Communities sollen die User eine Beziehung zur Marke aufbauen.
Markus Wagner vom Start-Up-Inkubator i5Invest gab zu bedenken, dass sich der Social Networks-Markt konsolidieren wird. Karl Pall, Geschäftsführer von Google Österreich, rechnet damit, dass nur wenige Social Networks von heute noch in drei Jahren existieren werden. Welche das sein werden, könne man jedoch noch nicht sagen.
Internetsummit - Das Recht im Netz
Beim Internetsummit des Verbands der österreichischen Internet-Anbieter (ISPA) diskutierten Kreative, Diensteanbieter und Wissenschaftler Möglichkeiten der Erneuerung des Urheberrechts im digitalen Zeitalter. Netural war dabei.
Rechtsbrecher
Da sich das Internet in den letzten Jahren immer mehr zu dem viel zitierten Mitmach-Web entwickelt hat, tun sich neue rechtliche Grauzonen auf, über die sich viele User gar nicht bewusst sind. Man findet genügend private Urlaubsvideos auf Youtube, die mit einem bekannten Hit unterlegt sind, Bilder, die auf Blogs gepostet werden ohne Quellenangaben und ähnliches. User generated content lädt geradezu ein, das Urheberrecht zu brechen, da alles leicht auffindbar ist und leicht verbreitbar.
Das hier eine Diskussion geführt werden muss scheint auch beim Internetsummit außer Frage zu stehen. Lösungsvorschläge gibt es einige. Dass manche davon sehr umstritten sind, hat man nicht zuletzt an der Zensursula Debatte in Deutschland gesehen. Die Familienministerin Ursula von der Leyen sprach sich für Netzsperren für gewisse gefährliche Inhalte aus im Web aus, um vor allem gegen Kinderpornografie vorzugehen, was einer Zensur gleichkommt, aber wenig effektiv gegen Kinderpornografie vorgeht, da die Sperren leicht zu umgehen sind. Vor allem da es das Problem nicht an der Quelle angeht. Ob diese Diskussion auch Frau Ministerin Bandion-Ortner mitverfolgt hat, ist unklar, sie hält nämlich am Internetsummit Netzsperren auch in Österreich für möglich. Das hat gesessen im Publikum. In der Twitteria und Blogosphäre ist man empört und denkt sich schon brav ähnliche Namen für die Ministerin in Anlehnung an Ursula von der Leyen aus. Die Bezeichnungen Zensurdia, Zensurandion oder Zensaudia kursieren bereits im Web.
Recht für alle
Dass es Alternativen zum Umgang mit Urheberrechten im Netz gibt, zeigte der Berliner Medienwissenschaftler Volker Grassmuck in seiner Keynote und legte das Prinzip der "Kultur-Flatrate" dar.
Eine Pauschalvergütung für Inhalte aus dem Netz soll es Privatpersonen erlauben, gegen Bezahlung einer monatlichen Gebühr urheberrechtlich geschützte Werke für nichtkommerzielle Zwecke im Netz zu tauschen und zu verwenden.
Die Einnahmen werden kollektiv verwaltet und entsprechend der Popularität der Werke an die Urheber ausgezahlt. Damit sei eine faire Vergütung für Urheber möglich, meint Grassmuck. Der machte sich beim Internet Summit auch für ein freies und offenes Internet stark.
Aus meiner Sicht die spannendste Aussage von Grassmuck zu den verschärften Urheberrechtsgesetzen und Netzsperren nach wiederholten Urheberrechtsverstößen, wie sie vor kurzem in Frankreich beschlossen wurden: Wenn viele Nutzer für Inhalte im Netz nicht bezahlen wollen, bedeute das auch, dass die Geschäftsmodelle falsch gewählt seien.
Social Networks sind für Abnormale
Das Thema der sozialen Medien konnte auch am Internetsummit nicht ignoriert werden. Leider gab es dabei gerade bei den Vertretern der Old Media recht bedenkliche Aussagen am Podium. So meinte Armin Thurnher vom Falter Verlag, dass er bei der Nutzung von Sozialen Netzwerken fehlenden Dialog sehe, sowie das Fehlen einer direkten Kommunikation und eine Steigerung des Narzissmus.
Herr Thurnher ist für seine kritische Haltung gegenüber dem Internet bekannt, schrieb er doch einen Artikel "Warum ich mich weigere, das Internet ernst zu nehmen?". Er ist wahrscheinlich auch mit seiner Meinung festgefahren und das ist schade. Entgegen halten kann man ihm viel, ob es der Mühe wert ist, bezweifle ich. Alle die sich seiner Meinung anschließen werden jedoch über kurz oder lang ohnehin eines besseren belehrt, denn nicht umsonst erfreuen sich soziale Medien äußerster Beliebtheit, wodurch auch immer weniger Unternehmen sich diesen Kanälen entziehen können.
Fazit
Insgesamt war es ein sehr spannender Tag mit guten Networking Gelegenheiten. Die Diskussion zu den Urheberrechten wird in naher Zukunft immer bedeutender werden. Wir sind gespannt in welche Richtung es gehen wird. Ich persönlich finde "Kultur-Flatrate" oder "Creative Common" Lizenzen spannende Ansätze mit einer größeren Zukunft als Netzsperren.
An 2 Tagen treffen sich das Who is Who im Bereich Suchmaschinen-Marketing europaweit. Natürlich kann sich Netural das nicht entgehen lassen und wird bei der Veranstaltung teilnehmen.
Da nun einige unter Ihnen nicht in der Lage sein werden, sich die Expo auch anzusehen, haben wir uns zwei Möglichkeiten überlegt, wie Sie trotzdem an die wichtigsten Informationen bekommen.
1) Wir werden von der Veranstaltung Live Bloggen.
Das heißt, die gesammelten Informationen einer jeweiligen Session wandern direkt in diesen Blog.
2) Sie bestimmen die Sessions
Wir möchten wissen, was Sie interessiert! Sie haben die Möglichkeit zu bestimmen, wo Sie virtuell dabei sein möchten.
Hier finden Sie die Agenda von der SMX 2008 in London: Agenda
Notieren Sie sich die Sessions, die Sie interessieren und mailen Sie sie direkt an smx@netural.com. Die meist gewählten werden dann auch besucht.
Der Microsoft-Konter zu den Apple-Ad's. Kenner behaupten, Apple hat diese Werbelinie vorher gehabt und Microsoft hat sie nur kopiert - oder? Nichts desto trotz: Wir sind Mac UND PC!
Blog Kampagne der anderen Art
UNIQLOCK - Eine in Japan entwickelte Blog-Kampagne welche heuer alle großen Awards weltweit abräumte. Im Juni 2007 als Kampagnenbestandteil für das japanische H&M Pendant UNIQI gestartet gewann die Kampangen u. a. den Interactive Grand Prix der Clio Awards und den Titanium Grand Prix in Cannes. Eine Kommunikationsform, welche alle Sprachbarrieren durchbricht und über das Tanzkonzept multilingual verständlich wird.
"Dance is a universal language that people all over the world can share, same as the music and the clock. I think there exists huge potential to use dance to make a simple, strong communication on the only global connected media - the web."
Einführung Affiliate-Marketing
Bevor die Serie der Annahmen & Tatsachen über Affiliate-Marketing weitergeht, möchte ich die folgenden Zeilen hernehmen, um Affiliate-Marketing einleitend etwas genauer beschreiben.
Das eingedeutschte Wort "Affiliate" steht für Partner. Wenn wir also von Affiliate-Marketing sprechen, denken wir in erster Linie an die Vermarktung und in weiterer Folge an die Distribution von Produkten oder Dienstleistungen mittels Online-Vertriebspartnern (=Affiliates).
i.d.R. werden Affiliates erfolgsorientiert vergütet, das heißt, es fallen nur Kosten (Provisionen) an, wenn auch tatsächlich eine gewünschte Aktion ausgeführt wurde (als Beispiel: Registrierung, Verkauf,...).
Der Händler (oder auch Merchant genannt, siehe u. Glossar) profitiert durch die Bekanntmachung seiner Produkte, Dienstleistung und letztendlich durch die Nennung des Firmennamens (Stichwort: Branding). Die Ausgaben lassen sich genau kalkulieren und sind skalierbar. Dies ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber anderen Marketingaktivitäten in der Online- & Offlinewelt, wo ein derartiges Verrechnungssystem in den seltendsten Fällen besteht oder funktionieren würde.
Sofern Ihr Affiliate-Programm interessant gestaltet ist, wird der Affiliate die Promotion dementsprechend an prominenter Stelle auf seiner Webseite oder seinem Newsletter platzieren. Die Vorteile des Affiliates liegen auf der Hand: er bietet seinen Webseiten Besuchern einen Mehrwert, von dem er zeitgleich monetär davon profitiert.
Zwischen beiden Instanzen ist somit eine Win-Win-Situation gegeben.
Geschichtlich betrachtet
Affiliate-Marketing stammt aus - wie könnte es auch anders sein - Amerika und wurde zu großen Teilen von Amazon quasi erfunden und entwickelt. Zwar gab es davor auch schon Affiliate-Programme, jedoch nicht so umfangreich und erfolgreich wie jenes von Amazon.
Bereits 1996 war Amazon in der Lage, seinen Partnern einen personalisierten Link anzubieten um festzuhalten, wer letztendlich den Neukunden gebracht hat, um dem Partner die Kundengewinnung zu vergüten.
Das war ein ausschlaggebender Faktor, warum Amazon überhaupt so wachsen konnte.
In den nächsten zwei Einträgen werde ich mich noch mit jenen Themen befassen: 1. Wie wird vergütet / 2. Key-Indikatoren / 3. Ermitteln der Provision / 4. Das Aufgabengebiet eines Affiliate-Managers
Glossar
Händler (Advertiser, Merchants)
"Händler stellen ihre online angebotenen Produkte und Dienstleistungen über das Affiliate-System zur Verfügung und ermöglichen den angeschlossenen Vertriebspartnern die Vermarktung der Güter über deren Websites. Vermittelte Umsätze vergütet der Händler durch vorher festgelegte Umsatzprovisionen." - Wikipedia
Vertriebspartner (Publisher, Affiliates)
"Vertriebspartner nutzen das Affiliate-System zur Kooperation mit den angeschlossenen Shop-Betreibern (Händlern). Sie profitieren durch den Verkauf der auf den eigenen Internetseiten beworbenen Produkten." - Wikipedia
PPC (Pay per Click)
Hier wird pro Click auf das Werbematerial vergütet. Google AdWords ist zum Beispiel ein klassisches Pay per Click-Werbeplattform.
Pay per Sale
Im Unterschied zu PPC wird hier nur dann vergütet, wenn ein Verkauf entstanden ist. Somit lassen sich die Werbe-Ausgaben zum einen berechnen und zum anderen auch sehr einfach skalieren.
Affiliate-Marketing: Tatsachen und Annahmen, Teil 1
Um ein erfolgreiches Affiliate-Programm laufen lassen zu können, muss man die Einstiegshürden eines jeweiligen Affiliates kennen und im Idealfall ihm diese auch abnehmen um gemeinsam mit dem Affiliate eine Win-Win Situation zu schaffen.
In dieser Serie stellen wir etwaige Annahmen seitens des Affiliates und seitens des Betreibers vor.
Annahme:
Ein Affiliate-Geschäft zu betreiben ist einfach.
Tatsache:
Ein Affiliate-Geschäft zu betreiben ist einfach, wenn es mit den Herausforderungen des Starts eines traditionellen Geschäfts verglichen wird. Wenn Sie ein nicht-virtuelles Unternehmen eröffnen, müssen sie eine Niederlassung kaufen, Mitarbeiter einstellen, Inventar besorgen und Produkte oder Dienstleistungen an den Kunden liefern. Es ist sehr teuer ein nicht-virtuelles Unternehmen zu gründen und man hat viel zu verlieren.
Ein Affiliate-Geschäft zu betreiben ist auch um einiges einfacher als eine eigene e-commerce Website zu betreiben. Mit einer Affiliate-Website müssen sie nur Besucher an Händler verweisen und die Händler den Geschäftsabschluss machen lassen. Ihr Job als Partner ist fertig, wenn der Besucher auf der Website des Händlers ist. Es liegt in der Verantwortlichkeit des Händlers sich um sich um die Sicherung des Geschäftsabschluss, die Kundenbetreuung und die Lieferung zu kümmern.
Es ist zwar wahr, dass die Eröffnung und Betreuung eines Affiliate-Geschäfts um einiges einfacher ist als ein nicht-virtuelles Unternehmen oder eine e-commerce Website, dennoch ist es nicht gänzlich einfach. Um ein erfolgreiches Affiliate-Geschäft zu betreiben, müssen Sie neue Website Besucher anlocken und diese dazu bewegen, Geschäfte mit den beworbenen Händlern abzuschließen. Dazu erwarten sich die Affiliates u.a. Unterstützung des Affiliate-Betreibers.
Dieser muss den Affiliate weitestgehend bei der Informationsbeschaffung unterstützen. Optimal wäre sogar, wenn man einen dezidierten Affiliate-Newsletter oder -Blog dazu startet, um die Affiliates informativ bei Laune halten zu können.
Was muss ich als Betreiber aber beachten? Ein wichtiger Faktor unter anderem sind die Werbemittel, die ich meinen Affiliates anbiete.
www.affiliate-people.de hat nun unter den Mitgliedern und Lesern nachgefragt, welche Werbemittel sie am liebsten verwenden.
Die Umfrage ergab, dass 83% der befragten Affiliates Textlinks einsetzen. Das heißt, Textlinks ist die #1 unter den gewählten Werbemitteln.
Quelle: www.affiliate-people.de
Das soll aber nicht heißen, dass Banner nicht gefragt sind. Letztendlich kommt es darauf an, welches Produkt oder Dienstleistung man bewerben möchte.
Das hört sich interessant für Sie an? In den kommenden Wochen werden weitere Informationen rund um das Affiliate-Marketing folgen.